Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1907-11-01
* Aufzeichnung C Das Kreuz erlebt man, indem man mit ganzer Hingebung die Kräfte seines Herzens ausströmen läßt: erstens in die Hände und Arme. Dabei wird der waagerechte Kreuzesbalken vorgestellt. Meditationsgedanke: fester Wille, daß die Hände nur das tun sollen, was gut, schön und fördernd für die Menschheit ist; zweitens in die Füße. Der Waagerechten wird der untere Teil des Vertikalbalkens hinzugefügt. Meditationsgedanke: nur da fest zu stehen und dahin zu gehen, wo es richtig, gut und schön ist; drittens in den Kehlkopf. Das Kreuz wird vervollständigt. Meditationsgedanke: mit dem festen Willen nur das auszusprechen, was richtig, gut, schön und fördernd ist; viertens ins Gehirn. Mit dem innigsten Wollen, nur reine, gute Gedanken zu denken. Erleben des Pentagramms: Zuerst den Strom vom Kopf in den rechten Fuß, sodann von dort in die linke Hand, weiter in die rechte Hand, dann in den linken Fuß und dann wieder in den Kopf zurück. Man muß allmählich die pflanzliche Natur in sich entwickeln. Dies erreicht man, indem man sich dem Göttlichen in vollster Hingabe naht mit dem Willen, das Gute so selbstverständlich zu tun, wie die Pflanze blüht und duftet. (Erleben des Kreuzes und Pentagrammes durch Einströmenlassen [der Kräfte] mit ganzer Hingebung in die einzelnen Glieder; in der Meditation bildliche Vorstellungen in sich schaffen).
Cite:
GA 266a/1907-11-01/p004 · edition original