Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1908-03-14

GA 266a/1908-03-14/p015 ·1908-03-14 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern sowie Notizen von Vorträgen» (Participants' records written from memory, and notes of lectures). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

So steht dasjenige, wodurch der Mensch auf dem Erdengrunde steht, unter der Leitung des Geistes der Liebe, des Christus. Der Mensch erlebt sein Erdenleben in einem aus den Elementen der Erde erbauten Menschenleibe. Nicht könnten die Geister der Weisheit diesen erlösen, das heißt vergeistigen. Sie konnten ihn weisheitsvoll erbauen. Die Frucht der Erdenentwicklung wird sein die durch die Liebestat des Christus vergeistigte Menschenform, die Abbild sein wird ihres Urbildes. Vor diesem Mysterium verhüllen die Geister der Umlaufzeiten ihr Antlitz in Demut. Durch den Christus wird kommen die jüngste Krisis [?], das ist die Auferstehung, die Vergeistigung des Fleisches, das heißt der Materie. Er hat vom Mysterium von Golgatha ab die Erdentwicklung in die Hand genommen, und zwar so, daß er wirkt in den einzelnen Persönlichkeiten. Da wirkt er zusammen mit den luziferischen Wesenheiten, die dem Menschen die Freiheit bringen. In Freiheit muß der Mensch sich zur Liebe hinfinden. Erst wirkt im Menschen die Weisheit als Erkenntnislicht; wir sind noch mitten darinnen in dieser Arbeit. Die führt den Menschen, wenn er ganz durchlichtet sein wird von Weisheit, zur Durchwärmung mit der Liebeskraft. Von Liebe durchglühte Weisheit wird sein wahre Christus-Erkenntnis der Zukunft. Und die wird den Menschen auch im sozialen Zusammenleben führen zu den Taten, die die Zukunft erbauen werden. Diese kosmische, universelle Liebeskraft, wo lebte sie zuerst auf Erden? Im Blute, das den Leib des Jesus von Nazareth durchpulste. Dies Blut war so ganz eigentlich das physische Wirkensfeld des Christus - die drei Leiber, den physischen, ätherischen und den astralischen Leib übernahm er vom Jesus von Nazareth, das Blut war ganz sein eigen, war ganz durchpulst von seinem Geiste, vom Feuer seiner kosmischen, universellen Liebeskraft. Dies Blut opferte sich hin der Erde und allen Erdenmenschen. Dies Blut lebt ätherisch in der Erdenatmosphäre fort. Dieses Blutfeuer wirkt auf alle Menschen, die willens sind, es aufzunehmen, die danach streben, die es suchen. Leib und Seele und Geist des Menschen sollen es aufnehmen nach und nach. Die Kinder des Menschen, seine Erkenntnisse, sollen durch dies Feuer durchglüht werden und ihn zum Gebärer der Taten machen, die den Erdenfortschritt verwirklichen. Sterben wird das niedere, begierdendurchtränkte Blutsfeuer, auferstehen in diesem Lichtfeuer das Höhere, der Christus im Menschen. Auf dem Saturn war noch kein Licht, er war schwarz; auf der Sonne strahlte herein Licht, wurde glühend, gelb. Auf dem Monde war noch kein rotes Blut, es konnte noch nicht rotes Blut sein; durchleuchtet von Weisheit, weiß-silbrig war das Weisheitslicht des Mondes, wie jetzt das Mondlicht, das auf einer Wasserfläche schimmert. Auf der Erde ist das Ich, das das rote Blut durchstrahlt mit Liebesfeuer, der Träger der weisheitsvollen Erkenntnisse des Menschen, durch die er zu seinen Erdentaten geführt werden soll. Er wird erkennen die Sonnen- und die Mond-Einwirkungen, das richtige Verhältnis der Erde und der Erdenmenschen zu ihnen. Das Feuer seines Ich wird alles durchdringen, er wird die Bahn seines Werdens erkennend überschauen: im weisheitsvollen Rückblick auf die Vergangenheit wird er erschauen, wie er Götterwerk ist; im liebedurchdrungenen Vorblick auf die Zukunft wird er sich als Götterwerkzeug erkennen in allen seinen vom Christus-Feuer durchglühten Wesensteilen, dem Ich, dem Astral-, dem Äther- und dem physischen Leibe. Das nennt der Rosenkreuzer das vierfache philosophische Feuer. * Aufzeichnung D Ein Kraftspruch der Rosenkreuzer auf einer bestimmten Stufe: Strebe nach dem Feuer ... (siehe S. 340f. und 358) Anschauen, sinnliches Wahrnehmen wirkt auf den äußern, festen physischen Körper - Erde. Rachitis bei Kindern kann durch geeignete (geübte) geometrische Anschauungen gebessert werden. Sympathie und Antipathie wirken auf die Drüsengefäße (Ätherkörper) - Wasser.

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