Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Hamburg, 1908-05-22
geistige Ich -, den wahren Menschen in sich selbständig macht. Wir haben ja in Wahrheit nicht nur vier Glieder, sondern fünf: nämlich physischen Leib, Äther- und Astralleib und ein Hüllen-Ich, dahinter erst das wahre, das eigentliche Ich, den wahren Menschen. In das Hüllen-Ich hinein gießen wir alle Einflüsse, die von der Außenwelt kommen, die reißen und zerren an uns hin und her. Alle Einflüsse, die von Mensch zu Mensch gehen in der eben bezeichneten Weise, die treffen das Hüllen-Ich. Das wahre, das eigentliche Ich, das das andere weit, weit überragt, das müssen wir stark zu machen suchen. Dann sind wir gefeit gegen die äußeren Einflüsse. Wie machen wir das? - Dazu wird in der guten Rosenkreuzerschule gegeben solch ein Zeichen [siehe unten]. Und der Lehrer sagt dazu: du kannst zwar nicht bei allem, was dir am Tage vorkommt, anwenden die Methode, die du durch dies Zeichen erhältst, besonders in dieser raschlebigen Zeit, aber doch von tausend Fällen solltest du es einmal tun. Das eine Mal zaubere dir diese Form vor das geistige Auge, wenn du davor stehst, einen Entschluß fassen zu sollen. Dann denke dir, daß an der einen Linie entlang geschrieben stehe: Gebiete mir! - Dann lasse alles sinnend in deiner Seele vorüberziehen, was für die Tat, die in Frage steht, zu sagen ist. Alles muß gut und folgerichtig durchdacht werden: eine Tatsache, die aus der vorhergehenden folgt, muß wahrheitsmäßig, das heißt tatsachenmäßig durchdacht werden, bis am Schluß der Linie das, was als Ziel aus einem Entschluß, der in die Tat umgesetzt wird, erscheint, dir klar vor der Seele steht. Dann denke an die andere Linie. An der steht geschrieben: Verbiete mir. - Da mußt du ebenso aneinanderreihen alle Tatsachen, die gegen den Entschluß sprechen.
Cite:
GA 266a/1908-05-22/p004 · edition original