Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1911-01-17
Damit in Zusammenhang dürfte stehen, daß unter den Angehörigen der Esoterischen Schule ein «Rosenkreuzer-Wasserspruch» zirkulierte. Der Wortlaut ist entnommen der Rosenkreuzerschrift «Geheime Figuren der Rosenkreuzer aus dem 16ten und 17ten Jahrhundert», Altona 1785, Nachdruck Berlin 1919 (der Spruch trägt dort die Überschrift «Aqua Philosophorum h.e. Mercurius Primatenalis Catholicus»). Faksimile der handschriftlichen Abschrift Rudolf Steiners (NZ Archiv-Nr. 3019) siehe S.140: Wasser ist Wasser und bleibet Wasser. Vom Himmel der Weisen regnet Wasser Der Weisen Stein weinet Thränen-Wasser Dennoch achtet die Welt nicht solch ein Wasser, Ihr Feuer brennet im Wasser Und lebet im Wasser Mach aus Feuer Wasser Und koche das Feuer im Wasser So wird ein feurig Wasser Wie ein scharf gesalzen Meer-Wasser Ist deinen Kindern ein lebendig Wasser! Verzehrt doch Leib und Seel zu Wasser - Wird stinkend, grün, faul, blau wie Himmel-Wasser Digerir, calcinir, solvir und putreficier das Wasser; Such der Philosophen vierfach bleibend Wasser, Und wenn es am besten gemacht ist, Wird die Kunst zu Wasser. Vgl. hierzu auch die esoterische Stunde vom 14. März 1908 über den «Rosenkreuzer-Feuerspruch» (GA 266/1, S. 340-361 und 589f.).
Cite:
GA 266b/1911-01-17/p008 · edition original