Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1911-03-15

GA 266b/1911-03-15/p006 ·1911-03-15 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern» (Participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Wir zeichnen zuerst das Dreieck mit der einen Hand in die andere, dann übertragen wir die Bewegung in den frei schwebenden Raum, als ob sie uns nichts mehr anginge, aber indem wir doch dieselben Empfindungen in uns hervorrufen wie vorher, als wir die Figur in die Hand zeichneten. Will man das Wäßrige in der Elementarwelt begreifen, so denkt man sich einen Punkt, um den ein anderer fortwährend im Kreise rotiert. Wieder zeichnet man ihn zuerst in die Hand, überträgt ihn dann in die freie Luft, aber so, daß man sich dabei sowohl die Bewegung vorstellt als auch die Empfindung, die dabei ausgelöst wurde. Will man sich in das Luftförmige der Elementarwelt hineinleben, so muß man sich zwei Punkte vorstellen, die zuerst in einem Halbkreise umeinander herumgehen, sich dann aber fliehen und verlieren im Raume. Auch diese beiden letzten Symbole müssen erst in die Hand gezeichnet, dann in den frei schwebenden Raum übertragen werden. Wenn wir über diese Symbole in der angegebenen Weise meditieren, so werden wir schon merken, wie wir uns einleben in die Elemente, wie wir erkennen werden, welche Wesenheiten in ihnen leben. Zugleich aber werden wir empfinden, daß wir immer egoistischer werden. Es können diese Übungen nur dann zum Heile gereichen, wenn wir zugleich als Gegengewicht in uns das allgemeine Mitleid, das universelle Mitgefühl entwickeln, das uns jeden Schrei oder Ton der Klage, jeden Laut des Schmerzes in unserer Umgebung so empfinden laßt, als entspringe er unserer eigenen gequälten Brust. Und wie die Gefahr des Egoismus groß ist beim Einleben in die untersinnliche Welt, so ist die Gefahr des Weltenverlorenseins nicht minder groß, leben wir uns hinauf in die übersinnliche Welt. Es ist tatsächlich so, daß wir besessen werden von höheren Wesenheiten, sie ziehen in uns ein, nehmen Besitz von uns, um durch uns

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