Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1911-10-30

GA 266b/1911-10-30/p005 ·1911-10-30 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern» (Participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

* Aufzeichnung D Das letzte Mal hörten wir, daß wir beim Hinabsteigen in uns selbst Wesenheiten begegnen, die nicht Eigenschaften in uns, sondern real sind, Bündeln von Wesenheiten, die von unsren Hüllen umschlossen sind. Da war Samael, Azazel, Azael und dazu kommt Mehazael. Diesen begegnet man, wenn man nach beseligenden Momenten in der Meditation, wo man hinausgetragen wird in andre Welten, zurückkehrt in sein eigenes Wesen, in dem sich durch Inkarnationen hindurch angehäuft haben Unsummen von Fehlern, Lügen, Unmoralischem; diese müssen karmisch ausgeglichen werden. Wir bringen durch sie mit in die neue Inkarnation hinein den Impuls abwärts; und durch Krankheiten und Schicksalsschläge wird dieser Impuls abgestumpft und wieder hinaufgeführt. An diesem karmischen Ausgleich arbeitet Mehazael, wir empfinden ihn so bei der Rückkehr aus der Meditation, als ob man eingepreßt würde wie in einem Schraubstock. Auf dem christlichen Wege entspricht das der Geißelung. Ob wir auf dem esoterischen Weg rascher oder langsamer vorankommen, hängt von unserem Karma ab, wir fühlen den Widerstand in uns, der uns nicht in rechter Weise die Meditation verrichten läßt. Da ist gut, Nachsicht mit uns selbst zu haben. Wir müssen nicht den Egoismus und unglaublichen Hochmut haben, zu denken, wir wären solche hohe Individualitäten, daß wir in drei Wochen oder drei Monaten in die geistige Welt hinein könnten. Wir sollen nicht nur abstrakte Gedanken haben an der Außenwelt, sondern lebendige Kräfte entwickeln. Die Welt ist Maja, Spiegelbild geistiger Wirkungen, die von hinten durch uns hindurch wirken.

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