Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Hannover, 1911-12-31
Die Götter haben den Menschen geführt durch die Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit. Da war der Mensch noch eine geistige Wesenheit. Die Götter haben ihm gebaut die Hüllen, in denen diese geistige Wesenheit «Mensch» leben sollte als Ich-Wesenheit. Aber er wäre niemals gekommen zu seiner Ichheit, wenn es immer so weitergegangen wäre. Deshalb steht am Anfang der Bibel: Die Götter schufen sechs Tage und ruhten am siebenten Tage. - Sechs Schöpfungstage: Saturntag, Sonnentag und Mondentag und deren Wiederholung am Erdbeginn, der polarischen, der hyperboräischen, der lemurischen Epoche. Da schufen sie am Menschen. Nun ruhen sie am siebenten Tage, der Zeit, die nach der lemurischen da ist, der Erdenzeit, unserer Zeit, damit der Mensch kommen kann zur freien Ich-Entwicklung. Aber dazu ist notwendig, daß er für eine Weile nicht sehen darf die Welt der Götter, die Welt der Wirklichkeit. Und dankbar müssen wir sein denen, die uns schufen die Welt der Illusion, seien es Götter oder Teufel - die uns zunächst zudecken die wahre Welt, die Welt der Wirklichkeit, die geistig schaffende Welt. Denn nicht leben könnten wir in der Welt der Wirklichkeit mit unserem heutigen Ich, mit dem Ich, das sich in der Persönlichkeit erlebt. Wir würden mit diesem Ich untergehen, vergehen in Angst und Furcht und Schrecken in dieser Welt der Wirklichkeit. Wenn wir hinausgehen aus der Welt der Illusion, das heißt, wenn wir einschlafen, versinkt dieses Ich in Bewußtlosigkeit, das sich in der Persönlichkeit auslebt, und zwar deshalb, weil wir nicht bewußt ertragen können zunächst die Kräfte und Wirksamkeiten der höheren Welten, in die wir dann eingehen. Bewußt ist unser persönliches Ich nur, wenn es untertaucht in der Welt der Illusion. Es muß durch diese Welt hindurchgehen, um stark und kräftig zu werden, um dann mit dieser errungenen Stärke bewußt eintreten zu können in die Welt der Wirklichkeit. Durch Meditation und Konzentration gelangen wir allmählich dazu, zu erkennen, daß dasjenige, was wir im gewöhnlichen Leben unser Ich nennen, auch angehört dieser Welt der Illusion, daß wir von dem Bewußtsein dieses Ich übergehen können in
Cite:
GA 266b/1911-12-31/p005 · edition original