Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1912-04-24

GA 266b/1912-04-24/p007 ·1912-04-24 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern» (Participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

In dem Menschen wirken diese Kräfte beide, und zwar so, daß zuerst die aufsteigenden Kräfte das Übergewicht haben. Das geht bis ungefähr in das dreiunddreißigste oder fünfunddreißigste Lebensjahr; dann bekommen die absteigenden Kräfte das Übergewicht. Das ist auch der Grund, warum Christus mit dreiunddreißig Jahren sterben mußte: in ihm wirkten die absteigenden Kräfte, diejenigen des Himmels, die ihn nicht länger auf Erden halten konnten. In Adam waren die aufsteigenden Kräfte - natürlich nicht diese allein, ebenso wie in dem Menschen auch beide Kräfte vorhanden sind, aber die einen über die anderen vorherrschen. So kommen in der Menschheitsentwicklung zuerst die eine Art von Kräften, die aufsteigenden, zur Offenbarung in Adam, die Erdenkräfte, die ihm von dem göttlichen Vater gegeben werden - und dann die absteigenden in Christus, dem vaterlosen Menschen. Bis zu unserem dreiunddreißigsten Jahre tragen wir den Adam in uns; mit dreiunddreißig Jahren haben wir alles entwickelt, was die Erde uns mitgeben kann. Dann haben wir alles in uns, was später der Erde - oder dem Feuer - zurückgegeben wird. Was wir nach dieser Zeit noch entwickeln, das geschieht durch die Christus-Kräfte, die mit der Zunahme des Verfalls immer stärker werden. Der Buddha-Gedanke ist es, den Zusammenhang mit der Erde zerbrechen zu wollen, die himmlischen Kräfte in einer außerirdischen Sphäre suchen zu wollen. Der Christus-Gedanke ist es, diese Kräfte hier auf Erden selber zu erleben. So können wir empfinden, daß Adam in uns sterben muß, auf daß Christus in uns leben kann. Das wird in anderer Art ausgedrückt durch unseren Spruch: Ex Deo nascimur In Christo morimur Per Spiritum Sanctum reviviscimus

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/266b/1912-04-24/p007.json
Cite: GA 266b/1912-04-24/p007 · edition original