Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1912-04-24

GA 266b/1912-04-24/p008 ·1912-04-24 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern» (Participants' records written from memory). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

* Aufzeichnung C Zwei Gedanken können außer der letzten Übung oder im Verein mit ihr den Esoteriker weiterbringen: Das ist der Gedanke vom mutterlosen Adam, der vom göttlichen Vaterprinzip, von Jahve geschaffen worden ist. Denn Kräfte, die die aufsteigenden Kräfte sind, die Kräfte, die im physischen Leibe wirken aus den Erdenkräften heraus, die bekommt der Mensch auf dem Umwege durch den väterlichen Anteil an seiner Leiblichkeit; sie wirken bis zur Mitte seines Lebens, indem sie seinen Leib aufbauen, ungefähr bis zum fünfunddreißigsten Jahr. Hätte der Mensch nur diese Kräfte, er würde nie die Erde im Tode verlassen. Die anderen Kräfte, die der Mensch durch die Mutter bekommt, kommen aus der geistig-seelischen Welt, aus dem Kosmos und sind die zerstörenden Kräfte; diese würden, wenn sie allein wirkten, überhaupt den Menschen nicht durch die Geburt auf die Erde kommen lassen. Dies ist der vaterlose Christus. Diese Kräfte flossen vor unserer Zeitrechnung noch nicht in den Menschen ein, sie wirkten nur in der Zeit zwischen Tod und neuer Geburt auf den Menschen, waren auf Erden nur in den drei unteren Reichen der Natur da. Das wußten die Ägypter, daß die Isis-Kräfte wohl zu finden waren im Mineral-, Pflanzen- und Tierreich; dort konnte man sie finden, aber nicht im Menschen zwischen Geburt und Tod. Darum der tiefe Sinn der Tiergottheiten der Ägypter. Zum ersten Mal flossen diese Kräfte durch die Jungfrau Sophia-Maria in den Jesus von Nazareth ein. Darum mußte Jesus Christus sterben, als er dreiunddreißig Jahre alt war, da die zerstörenden Kräfte anfingen zu wirken, weil die Adam-Kräfte in so geringem Maße in ihm waren und die Christus-Kräfte so stark, daß er nicht länger auf der Erde bleiben konnte. Aus Gott durch die Adamkräfte sind wir geboren, in Christo sterben wir und durch den Heiligen Geist hoffen wir einst wiedergeboren zu werden.

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