Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1913-04-11

GA 266c/1913-04-11/p005 ·1913-04-11 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners» (Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

* Aufzeichnung D Durch die esoterischen Übungen werden wir immer mehr dazu kommen, gewisse tägliche Verrichtungen automatisch zu machen. "Wir müssen aber nicht die Herrschaft darüber verlieren. Die während der Meditation anstürmenden Gedanken müssen wir durch Willensstärke beiseite zu schieben trachten. In dem dadurch frei werdenden Raum werden am ehesten dann geistige Tatsachen hineinspielen können. Etwas, was früh schon erlebt werden kann, ist das Erlebnis des Doppelgängers. Es kann geschehen, daß man in ein dämmeriges Zimmer tritt und man sich seinem eigenen Bilde des physischen Leibes gegenüber sieht. Dann muß man unterscheiden, was dies bedeutet, es kann dreierlei bedeuten. Erstens: Es kann eine Warnung sein unsres Führers aus der Hierarchie der Angeloi, daß man zum Beispiel abends in eine Gesellschaft wollte, wo man vergiftet worden wäre; das Erlebnis hat einen davon abgehalten hinzugehen. Den Gedanken kann uns der Führer nicht schicken, denn die Gedanken gehören nur der physischen Welt an; die Gefühle und Willensimpulse gehören schon der geistigen Welt an. Zweitens kann man durch seine Konzentrationsübungen den Ätherleib so gelockert haben, daß man ihn, wenn auch nur für Momente, aus dem physischen Leibe herausheben kann, dann kann man seinen Doppelgänger erleben. Drittens kann man zum Beispiel Magenschmerzen haben, der Ätherleib geht aus dieser Partie des Leibes heraus, und man kann auch dann den Doppelgänger erleben. Man muß dazu kommen bei den Erlebnissen, daß man weiß, was sie bedeuten, dann wird man nicht sagen können: man wisse nicht, ob es etwas Reales oder Einbildung sei.

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