Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Bergen, 1913-10-11
hineindringt und wir sie zu einem Teile unseres eigenen Wesens machen, in dem Maße können die Erzengel sie gebrauchen zur weiteren Entwicklung der einzelnen Völker und so zu ihrer eigenen Entwicklung. Aufzeichnung Β Was tut die Seele, wenn sie meditiert? Sie wird ganz eins mit dem Meditationsinhalt. Hindernisse, die dabei auftreten, sind die Gedanken und die Sorgen des Lebens, die die Seele nicht bannen kann. Dann tritt ferner auf: 1. ein Prickeln, Stechen oder Brausen im Blut während der Meditation. Das zeigt an den Egoismus, den wir in uns haben, und wir sollen uns daran prüfen, wo die Impulse des Egoismus bei uns liegen. Wer da sagen wollte: ich bin froh, bei mir tritt bei der Meditation kein Stechen, kein Prickeln, auch kein Brausen auf, - wer das sagt, der hat wohl überhaupt noch nicht tief meditiert. 2. Das Auftreten eines Würgens im Hals während der Meditation; das ist unsere Unwahrhaftigkeit, dieser Würgengel. Der Atem wird gespürt, geht bis zur Beklemmung. 3. Wir erleben während der Meditation außer unserem Leibe eine aus Träumen, aus Traumesstoff gewobene Form unseres physischen Leibes. Das ist das, was aufnimmt das, was zu dem physischen Leib dann wird, das, was nicht mit uns begraben wird, das Phantom. Wenn sowohl das Blut als auch der Atem überwunden sind und wenn dann doch weitermeditiert wird, dann kann es geschehen, daß der Ätherleib bei der Meditation heraus will und, wegen der unreinen Kräfte in uns, unter starkem Schweiß wie herausgepreßt wird. Und dann sieht man den physischen Leib wie eine aus feiner Materie gewobene Form.
Cite:
GA 266c/1913-10-11/p004 · edition original