Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Leipzig, 1914-01-02
Leipzig, 2. Januar 1914 Aufzeichnung Α Das, was jedem Esoteriker am Herzen liegt, ist der Erfolg bei seinen meditativen Anstrengungen. Erfolg hat ein jeder, auch wenn er ihn nicht merkt. Der angehende Esoteriker beklagt sich oft über Schmerzen. Diese Schmerzen sind Unordnungen, die im Körper dadurch entstehen, daß der physische und ätherische Körper nicht in richtigem Kontakt miteinander sind. Diese Schmerzen waren auch schon früher da, nur hat sie der Mensch nicht empfunden, da er gröber, robuster war. Jetzt als Esoteriker, da er feiner, sensibler wird, empfindet er sie. Der Esoteriker muß solche Schmerzen ertragen lernen. Da muß man natürlich unterscheiden lernen, ob es sich um einen Krankheitsprozeß handelt, bei dem man eingreifen muß. Woher kommt es denn, daß man seinen physischen Körper so wenig kennt? Weil man in ihm lebt und ihn nur empfindungsgemäß wahrnimmt. Man sieht mit dem Auge, daher kann man es nicht beobachten. Der Esoteriker muß dazu gelangen, sich mit seinem Geistig-Seelischen zurückzuziehen, frei zu machen vom Physischen. Dann wird es ihm gelingen, seinen physischen Körper zu beobachten. Es verhilft uns dazu, wenn wir unsere Gedanken möglichst auf einen Punkt zusammenziehen, konzentrieren und in diesen Punkt dann untertauchen, für eine Zeitlang darin leben. Durch solche Konzentration tritt eine Verstärkung der Denkkraft ein und durch sie kann man allmählich dahin gelangen, seinen physischen Körper zu beobachten. Ferner müssen wir dahin gelangen, unseren Ätherkörper kennenzulernen. Das ist noch schwieriger, denn der ätherische Körper ist nicht von der Haut eingeschlossen wie der physische Leib, sondern er ist ein feines Gewebe, das seine Strömungen überall hinaussendet in die Außenwelt und auch von allem, was
Cite:
GA 266c/1914-01-02/p002 · edition original