Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1914-03-27

GA 266c/1914-03-27/p012 ·1914-03-27 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners» (Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

III. Leuchtend Ich und Leuchte-Seele Schwebet über wahrem Werdewesen Das Erdachte, das Erkannte Wird jetzt dichtes Geistessein. Und wie leichte Daseinsperlen Lebt im Meer des Göttlich-Wahren Was den Sinnen Dasein täuscht. Man könnte es für einen Fehler halten, daß hier [Zeile 1] zwei Subjekte sind, trotzdem das Verbum [Zeile 2] im Singular steht. Ich muß gestehen, daß mir das zuerst nicht auffiel, als die Meditation mir aus der geistigen Welt gegeben wurde. Man nimmt das zuerst nur entgegen und wird sich erst später klar darüber. In der geistigen Welt gibt es aber nichts, das theoretisch zu bewerten wäre. Da ist alles erlebt und empfunden.* Ebensowenig liegt auch eine Absicht darin, daß jede dieser drei Meditationsstrophen aus sieben Zeilen besteht. Diese letzte, dritte Strophe soll uns ein Prüfstein sein für die beiden ersten. Wenn wir sie meditieren, soll diese dritte Strophe uns zeigen, wie die beiden ersten sich fruchtbar erwiesen haben. Haben sie Früchte getragen, dann können wir erleben, wie unser ganzes Sein sich formt wie zu einem Kelch. Und wir erleben, daß unser Seelenkelch aufnimmt in sich, sich vereinigt mit dem das Universum durchwebenden und durchflutenden Weltengeist - den Heiligen Geist; den Auferwecker nimmt die Seele in sich auf, in ihm erwacht sie zu einem neuen Dasein - P.S.S.R. Wenn wir wirklich lernen, zu leben in diesen drei mantrischen Sprüchen, so erleben wir zugleich in immer neuer Form den unerschöpflichen Inhalt unseres aus zehn Worten bestehenden Rosenkreuzer-Spruches, der ja von so unendlich tiefer, mannigfacher Bedeutung ist. * Siehe hierzu auch München, 31. März 1914.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/266c/1914-03-27/p012.json
Cite: GA 266c/1914-03-27/p012 · edition original