Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1914-03-27

GA 266c/1914-03-27/p013 ·1914-03-27 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners» (Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

Aufzeichnung D* Einem jeden von uns liegt am Herzen der Fortschritt in der esoterischen Entwicklung. Jeder, der gewissenhaft übt, schreitet vorwärts; mancher, der seine Übungen pünktlich und gewissenhaft macht, kommt vielleicht mehr voran, als er glaubt. Wir müssen nur fein beobachten; leise und intim tritt die geistige Welt an uns heran. Freilich, das eine ist gewiß, daß jeder, der den Weg in die geistigen Welten finden will, umdenken muß. Sein ganzes Wahrnehmungs- und Empfindungsleben muß ein anderes werden. Dies «Anders-werden» wird nur so oft falsch verstanden. Die Menschen denken, daß sie das, was sie sich an Kenntnissen angeeignet haben auf dem physischen Plan, auch übertragen können auf die geistigen Welten. Der Esoteriker muß einsehen lernen, daß es andere Mittel sind, durch die man auf dem physischen Plan weiterkommt als die, durch welche man in die geistigen Welten eindringt. Immer mehr muß er sich hineinfühlen in die geistige Welt, sich sagen, daß es beim Meditieren nicht so sehr auf den Inhalt, die Gedanken ankommt, als auf die Gesinnung, die Stimmung der Seele, aus welcher heraus die Meditation ausgeführt wird. Sie sind es, die die Seele umformen und die Organe der Seele herausbilden. Wenn sich der Esoteriker in einer solchen richtigen Seelenverfassung befindet, so wird er auch immer mehr dahin gelangen, seinen Ätherleib zu fühlen. Wenn ich die Hand ausstrecke und mich an der Tafel hier stoße, so würde man im Physisch-Sinnlichen sagen: Da ist ein Gegenstand, an dem meine Hand einen Widerstand gefunden hat - im Geistigen ist da gerade ein Nichts; es sind da Löcher, Lücken in der geistigen Welt, wo sinnlich wahrnehmbare Gegenstände im Physischen sind. Aber bevor ich an diesen Widerstand komme, dringe ich hindurch durch die geistige Welt, die * Die Aufzeichnung hat die Orts- und Datumangabe: «Berlin, 27. März 1914 (Wien, 11. April 1914)».

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