Aus den Inhalten der esoterischen Stunden — Berlin, 1914-04-25

GA 266c/1914-04-25/p004 ·1914-04-25 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Gedächtnisaufzeichnungen von Teilnehmern und Meditationstexte nach Niederschriften Rudolf Steiners» (Participants' records written from memory, and meditation texts from Rudolf Steiner's own manuscripts). Rudolf Steiner Verlag Gesamtverzeichnis 2022, volume subtitle. The translation is the maintainer's, not a published one.

dem Augenblick, wo wir aus dem Schlaf aufwachen, der Hüter der Schwelle uns die geistigen Welten verbirgt. Aufwachen heißt nichts anderes, als diese elementaren Wesenheiten von ihrem Arbeitsfelde verscheuchen. Und sobald wir dann im Tagesbewußtsein sind, sorgt Ahriman dafür, daß uns die geistige Welt zugedeckt wird. Er malt das Gemälde der Sinnenwelt, und indem wir uns ihr, der großen Täuscherin, der Maja, hingeben, werden unsichtbar für unseren Blick die Seelen, Wesenheiten, die an der geistigen Organisation des Menschen arbeiten. Das, was wir als physischen Leib erkennen, ist alles Produkt Ahrimans; dagegen müssen wir in dem, was wir als Seelenleben bloß im physischen Leibe erleben, das Werk Luzifers erkennen. Er erfüllt unser Seelisches so mit Hochmut und Verblendung, daß es falsche Vorstellungen und Empfindungen erhält gegenüber der geistigen Welt. Ex Deo nascimur In — morimur Per Spiritum Sanctum reviviscimus. Aufzeichnung Β Die letzte esoterische Stunde hat behandelt die Anstrengungen, die wir machen müssen, um esoterisch vorwärts zu kommen, und hat ausgeklungen in dem dreifachen Meditationsstoff. Heute wollen wir mehr esoterisch Tatsächliches besprechen und da ein Thema behandeln, was wir alle schon kennen: den Schlaf. Warum sind wir nicht bewußt im Schlaf? Weil es uns die astralischen Kräfte nicht gestatten, weil sie so stark sind, daß sie uns betäuben; denn astralische Kräfte drücken sich aus in dem, was im Schlaf uns ganz erfüllt, nämlich der brennende Wunsch, in unserem Leibe zu sein, und dieser Wunsch ist es, der uns unser Bewußtsein verdunkelt. Könnten wir im Schlaf bewußt sein, so könnten wir schauen

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