Zweiter Vortrag
Darauf kommt alles an, daß man sich erhebt von dem, was man zunächst mit den bloßen Worten physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und so weiter verbindet, zu einem Lebendigwerden dieser Ideen; denn dann geht aus, strahlt aus von diesem Lebendigwerden ein wirkliches Weltverständnis. Und derjenige, der dazu in der Lage ist, möge nun vergleichen das, was an Ästhetik hervorgetreten ist im Verlaufe der letzten anderthalb Jahrhunderte mit dem, was aus der Kenntnis der menschlichen Organisation heraus folgen kann für die Herleitung der Künste. Und sehen wird ein solcher, der dieses vergleicht, wie unmöglich es ist, ohne die Kenntnis der menschlichen Organisation zu einem wirklichen Verständnis dessen zu kommen, was in unserer Umgebung lebt und uns selbst erfreut.
Cite:
GA 275/1914-12-29/p040 · edition original