Sechster Vortrag

GA 275/1915-01-02/p031 ·1915-01-02 · original (original)
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Man kann nun aber nicht sagen: Bitte, gib mir ein Rezept, wie man es macht, schreib mir ein paar Regeln auf, wie man erzieht in solcher Weise. — Das ist eben das Eigentümliche der geistigen Weltanschauung, daß man es nicht so machen kann mit einzelnen Regeln, sondern daß man wirklich auf die Geisteswissenschaft sich einlassen und sie aufnehmen muß, daß man sich durchdringen lassen muß von ihr, daß man die Gefühls- und Willensimpulse in sich bereichern lassen muß. Dann geschieht schon im einzelnen Falle, wo man hingestellt wird zu dieser oder jener Aufgabe im Leben, das Richtige. Die Hauptsache ist, daß wir es lebendig erfassen.

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