Achter Vortrag

GA 275/1915-01-04/p029 ·1915-01-04 · original (original)
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Gehen wir nochmals von dem aus, was wir alle kennen, von dem, daß der Mensch während des Tagwachens mit seinem Ich und seinem astralischen Leibe lebt in seinem ätherischen und in seinem physischen Leibe. Aber ich habe schon in den letzten Tagen betont, daß dieses Wachen des Menschen, vom Aufwachen bis zum Einschlafen, doch kein vollständiges Wachen ist, daß vielmehr immer noch etwas schläft im Menschen. Und das, was wir als Wille empfinden, das ist wirklich nur teilweise wach. Unsere Gedanken sind wach vom Aufwachen bis zum Einschlafen, aber das Wollen ist etwas, was wir ganz traumhaft vollbringen. Deshalb ist so vieles Nachdenken über die Freiheit des Willens und über die Freiheit überhaupt vergeblich gewesen, weil die Menschen nicht beachtet haben, daß dasjenige, was sie wissen über den Willen beim wachen Tagesleben, eigentlich nur ein Träumen von den Willensimpulsen ist. Wenn Sie wollen und etwas darüber sich vorstellen, dann wachen Sie allerdings. Aber wie das Wollen zustande kommt und in die Handlung übergeht, darüber träumt der Mensch nur im wachen Tagesleben.

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Cite: GA 275/1915-01-04/p029 · edition original