Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1919-05-25/p006 ·1919-05-25 · original (original)
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Wenn ich mit wenigen Worten ausdrücken soll, wie eurythmische Kunst bestrebt ist, sich in das Kulturleben der Gegenwart hineinzustellen, so möchte ich sagen: In ihr soll leben und weben Goethe’sche Kunstgesinnung und dasjenige, was wir glauben, als Goethe’sche Kunstüberzeugung zu verstehen. Goethe hat ja gegenüber allem Künstlerischen das schöne Wort ausgesprochen: «Wem die Natur ihr offenbares Geheimnis zu enthüllen anfängt, der [empfindet die lebhafteste Sehnsucht nach ihrer würdigsten Auslegerin, der] Kunst.» Und nur aus seiner großen, umfassenden Weltanschauung heraus konnte er eine solche Kunstüberzeugung [herausbilden].

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