19. Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1919-08-16/p017 ·1919-08-16 · original (original)
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Ich brauche nur daran zu erinnern, dass solch ein Dichter wie Schiller niemals zuerst den Inhalt, oder wenigstens oftmals nicht zuerst den Inhalt eines Gedichtes in der Seele hatte; sondern bevor er wusste, über was er dichtete, was der Inhalt des Gedichtes werden sollte, ging eine unbestimmte melodiöse Tongestaltung durch seine Seele und nach dieser Tongestaltung formte er das Gedicht. Daher wird dasjenige, was als rezitatorische Kunst heute unsere Eurythmie begleiten muss, noch vielfach missverstanden werden, weil wir zurückgehen müssen auf ältere Formen des Rezitierens.

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