Ansprache zur Eurythmie und zum Paradeisspiel

GA 277b/1920-01-10/p009 ·1920-01-10 · original (original)
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In der gewöhnlichen Sprache - auch wenn sie sich dichterisch zum Ausdrucke bringt - liegen aber zwei Elemente des menschlichen Organismus verkörpert: von der einen Seite her das Gedankenelement, das in der vorgerückteren zivilisierten Sprache schon einen stark konventionellen Charakter angenommen hat, und es liegt zugrunde das mehr unterbewusste Willenselement, das Emotionelle. Kann man ausschalten das Gedankenelement vom Sprechen, das sich hineinkristallisiert in den Ton der gehörten Sprache und damit die gehörte Sprache nicht völlig künstlerisch sein lassen, dann erreicht man etwas, wovon man glauben kann, dass es besonders künstlerisch wirken müsse. Und so wird übertragen auf den menschlichen Gliedorganismus alles Bewegungsmäßige der Sprache; aber es wirkt hinein nur das Willenselement. Der ganze Mensch drückt sich aus nicht durch scharfe Gebärden wie in anderen Tanz- oder ähnlichen Künsten, sondern der ganze Mensch drückt sich gesetzmäßig aus.

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