Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-02-08/p011 ·1920-02-08 · original (original)
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Ich könnte Ihnen die Sache auch noch von einer anderen Seite her charakterisieren. Sie brauchen nur daran zu denken, wie das Gedankenleben - es ist das in unserer Zeit so, dass in unsere gewöhnlichen [Träume] Vorstellungen hineinspielen. Unsere gewöhnlichen [Träume], wenn man nicht direkt pathologisch ist, sind ja von Bewegungsvorstellungen begleitet. Wir bewegen uns im Traume, aber die Bewegungen sind nur Vorstellungen. Das Bewegungselement tritt da ganz zurück im Element des Traumes. Das Umgekehrte ist bei der Eurythmie der Fall. Da tritt das Gedankenelement ganz zurück, und das Willenselement tritt hervor. Daher kann man sagen: Im gewöhnlichen Traum ist ein herabgestimmtes Bewusstsein da; in der Eurythmie ist ein Überbewusstsein da, ein stärkeres Aufwachen, als das alltägliche Bewusstseins-Aufwachen ist. Das ist das Wesentliche, dass durchaus nichts Traumhaftes in der Sprache, die als stumme Sprache in der Eurythmie gegeben wird, drinnen ist.

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