Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-03-28/p004 ·1920-03-28 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Gestatten Sie mir, einige Worte vorauszuschicken zu den Darbietungen, die wir Ihnen vorführen wollen. Es handelt sich um einen Versuch, nach einer neuen Kunstform zu suchen, und zwar nach einer neuen Kunstform schon aus dem Grunde, weil angestrebt wird, aus einer ganz bestimmten Quelle heraus diese Kunstform zu gestalten. Sie wird gegeben durch Menschen und an Menschen auf der Bühne gezeigt. Diese Bewegungen, die ausgeführt werden entweder dadurch, dass sich des Menschen Glieder bewegen oder dass sich der ganze Mensch im Raume bewegt oder dass Gruppen sich bewegen und es zu wechselseitigen Stellungen bringen. All das, was so angestrebt wird, ist nicht etwa bloß eine Zusammenstellung von Zufallsgebärden oder von Gebärden, die augenblicklich gesucht werden für irgendwelche Seelenempfindungen oder innere Seelenerlebnisse, sondern alles dasjenige, was da in Bewegungen auftritt, ist im echtesten Sinne des Wortes eine stumme Sprache, eine Sprache aber, die so wenig Willkürliches hat, wie die Tonsprache im gesprochenen oder gesungenen Wort.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277b/1920-03-28/p004.json
Cite: GA 277b/1920-03-28/p004 · edition original