Ansprache zur Eurythmie
Geradeso, [wie] wenn zwei Klavierspieler ein und dasselbe Stück nur innerhalb ganz bestimmter Grenzen ihrer individuellen Auffassung zur Vorführung bringen und das Stück zur Geltung kommt, so kommt] auch durch die verschiedenen Darstellungen an verschiedenen Orten mit speziellen Personen oder Gruppen nur in individueller Auffassung, in ganz bestimmten Grenzen der Auffassung dasjenige zur Darbietung, was das Wesentliche ist, und das ist dasselbe. Denn es besteht ein rhythmischer, taktmäßiger, voller Zusammenhang auch in der Aufeinanderfolge der Bewegungen, der dadurch zustande kommt, dass das Ganze eben nach dem angedeuteten Prinzip regulär durchgebildet ist.
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GA 277b/1920-03-28/p008 · edition original