Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-07-11/p005 ·1920-07-11 · original (original)
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Dasjenige, was Sie auf der Bühne sehen werden, nimmt sich aus wie eine Art durch den ganzen Menschen vollzogener Gebärde. Das ist es aber nicht, und man würde die Eurythmie eben ganz falsch beurteilen, wenn man meinen würde, dass diejenige Bewegung, die entweder durch den einzelnen Menschen oder durch menschliche Gruppen zustande kommen, dass diese Bewegungen bloße Gebärden seien, die ausdrücken sollen dasjenige, was entweder auf der einen Seite musikalisch oder auf der anderen Seite dichterisch-rezitatorisch vorgetragen werden soll. Eurythmie will nämlich in Wirklichkeit sein eine richtige sichtbare Sprache, sie will in plastischer Bewegung genau dasselbe offenbaren, was offenbaren kann der menschliche Kehlkopf und seine Nachbarorgane durch den Laut.

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