Ansprache zur Eurythmie

GA 277b/1920-07-11/p009 ·1920-07-11 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Dann haben wir also in dieser sichtbaren Sprache der Eurythmie etwas vor uns, nicht in der einzelnen Gebärde, nicht den Ausdruck von irgendetwas, was als Wortwörtliches in der Seele lebt, sondern wir haben in der einzelnen eurythmischen Bewegungsform etwas vor uns, in dem sich der ganze Mensch drinnen so fühlt, wie er sich in einem einzelnen Lautbestande oder Worte oder Wortzusammenhängen fühlt, wie er sich in der gesprochenen Sprache fühlt. Und dasjenige, was wirkt, wirkt nicht dadurch, dass cs als Einzelnes etwas ausdrückt, was in der Seele vorgeht, sondern dass sich die eine Bewegung an die andere angliedert und so eine Bewegungsfolge entsteht, wie im Sprechen eine Lautfolge entsteht. Genau ebenso, wie es im Musikalischen ist, wo wir auch in der Aufeinanderfolge der Töne eine innere gesetzmäßige Bewegung haben, so kommt bei der Eurythmie eine solche innere Bewegung gewissermaßen als innere plastische Musik zum Vorschein.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/277b/1920-07-11/p009.json
Cite: GA 277b/1920-07-11/p009 · edition original