33. Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-05-05/p026 ·1921-05-05 · original (original)
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Er kann sich umso mehr zur Produktion des Kunstwerkes erheben, je mehr er seinen eigenen Organismus mit der in ihm liegenden wunderbaren Gesetzmäßigkeit verwendet als ein Werkzeug, wenn er nicht äußerliche Instrumente verwendet, sondern seinen eigenen Organismus verwendet als Werkzeug zum künstlerischen Ausdruck. Da zeigt sich dann, wie im Grunde genommen in den Bewegungsmöglichkeiten des menschlichen Organismus auch eine Art kleiner Welt, ein Mikrokosmos beschlossen ist. Es sind ungeheure Geheimnisse herauszuholen aus diesem menschlichen Organismus. Und daher empfindet man bei einer solchen Ausgestaltung der Eurythmie die Wahrheit des Goethe’schen Wortes: «Wem die Natur ihr offenbares Geheimnis zu enthüllen anfängt, der empfindet eine unwiderstehliche Sehnsucht nach ihrer würdigsten Auslegerin, der Kunst.»

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