43. Ansprache zur Eurythmie

GA 277c/1921-07-24/p011 ·1921-07-24 · original (original)
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Man findet dann in dem, was hier gesucht wird, ein wirkliches Zurückgehen auf die deklamatorisch-rezitatorische Kunst, die nicht auf die Pointierung des Prosagchaltes ausgehen kann, sondern die ausgehen muss auf das künstlerische, musikalische, thematische, rhythmische, taktmäßige Gestalten der vom Dichter behandelten Sprache ‚oder auf das Imaginativ-Bildhafte, das der Dichtung zugrunde liegen kann, was gerade ein solcher Dichter wie Goethe zugrunde gelegt hat dem rein Prosaischen, um das eigentlich [Poetische] der Dichtung zum Ausdruck zu bringen. Man kann sagen, das eigentliche Wesen der Dichtung liegt niemals in den Worten und in dem, was in den Worten mitgeteilt werden soll, sondern in der Gedankenbehandlung, in dem Wie der Gestaltung der Worte oder der Gedanken. Das aber kann gerade durch die künstlerische Darstellung der Eurythmie besonders hervorgehoben werden, muss jedoch auch im Deklamieren oder Rezitieren schon zum Vorschein kommen.

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