Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1923-01-07/p005 ·1923-01-07 · original (original)
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Gestatten Sie, dass ich unserer Eurythmie-Aufführung einige Worte voranschicke, nicht um die Eurythmie zu erklären - Künstlerisches muss durch sich selbst sprechen -, sondern weil diese Kunst aus bisher unbekannten Quellen schöpft. Sie beruht auf einer wirklichen, sichtbaren Sprache. Man kann nämlich, wenn man sich eines Goethe’schen Ausdruckes bedient, durch sinnlich-übersinnliches Schauen darauf kommen, wie die Sprache im Menschen und wie Gesang im Menschen zustande kommen. So kann man, wenn man die Sprachorgane, den Kehlkopf und seine Nachbarorgane, die [natürlich in gewissem Sinne auch Gesangsorgane sind, studiert,] finden, dass durch die besondere Anordnung dieser Organe zustande kommt - im gesungenen Ton, mit dem gesprochenen Laut - das Willensmäßige im Menschen und das Gedankenmäßige im Menschen; das Gedankenmäßige im Menschen durch die Kehlkopforganisation, das Willensmäßige aber durch den ganzen Menschen.

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