Vortrag zur Eurythmie

GA 277d/1923-08-26/p027 ·1923-08-26 · original (original)
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Nun, alle diese Theorien zeichnen sich darinnen aus, dass sie von irgendeiner Seite her etwas Wahres enthalten. Es sind ja niemals die wissenschaftlichen Theorien ganz falsch. Es ist das an ihnen bemerkenswert, dass sie immer eine Viertels- oder Achtels- oder Sechzehntels- oder eine Hundertstels-Wahrheit enthalten, die dann die Leute in suggestiver Weise gefangen nimmt. Aber das Wahre ist, dass der Vokal immer aus dem Scelenleben entspringt, der Konsonant immer in dem Erfühlen, Nachbilden des äußeren Gegenstandes ist. Man bildet nach dasjenige, was der äußere Gegenstand tut, indem man die Ausatmungsluft mit den Lippen hält oder mit den Zähnen oder mit der Zunge gestaltet oder mit dem Gaumen formt. Indem da die Konsonanten gebildet werden, also diese Luftgebärde geformt wird, wird bei den Vokalen das Innere nach außen strömen gelassen. Die Konsonanten, die bilden dann plastisch in Gestaltungen dasjenige nach, was eben ausgedrückt werden soll.

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