Ansprache zur Eurythmie

GA 277d/1924-04-21/p013 ·1924-04-21 · original (original)
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Der Dichter sagt mit Recht: «Spricht die Seele, so spricht, / ach, schon die Seele nicht mehr.» Die Lautsprache, sie hat insbesondere in zivilisierten Völkern etwas Konventionelles, etwas Abstraktes und so weiter. Die Seele lebt nicht mehr ganz in der Sprache, aber in der Begeisterung, die gewöhnlich so etwas allgemein nebulös ist, da lebt eigentlich, was der Dichter will. Das wird herausgeholt. Die Begeisterung bildhaft gemacht, am Menschen wirklich bildhaft gemacht, das ist Eurythmie wiederum. Sodass, wenn ein Gedicht hier zur Darstellung kommt, können Sie auch sagen: Was an Begeisterung in dem Dichter lebt - und bei Begeisterung stellt man sich so etwas allgemein Nebulöses vor -, das wird belebt, das wird anschaulich gemacht, und das tritt hervor in den Arm- und Handbewegungen, in den Beinbewegungen der Gruppen. Das ist das Spezifische, das hinter der ganzen Dichtung steht. - Und ebenso ist es das MusikalischBegeisternde, das in der Toneurythmie zum Ausdrucke kommt. Das kommt wirklich durch diese Eurythmie zustande.

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Cite: GA 277d/1924-04-21/p013 · edition original