ZWEITER VORTRAG

GA 278/1924-02-20/p011 ·1924-02-20 · original (original)
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Nun kann der Mensch für alles, was er durch irgendein Sinnesorgan erfasst, oder was er durch ein Sprachorgan ausdrückt, für alles das kann er auch den ganzen Leib verwenden, sein ganzes Menschenwesen. In der eurythmischen Gebärde wird einfach der ganze Mensch Sinnesorgan. Und das Gesamtfühlen, das den Körper durchwellt und durchbebt, wird Erregung und Wahrnehmungsorgan - das Gesamtfühlen mit dem Werkzeug der menschlichen Wesenheit selber. Und so muss dasjenige, was sonst nur Erlebnis des Ohres oder Erlebnis des Kehlkopfes ist, Gesamterlebnis des Menschen werden. Wird es Gesamterlebnis des Menschen, dann wird es in ganz selbstverständlicher Weise zur Gebärde. Begreift man erst das Erlebnis, erfasst man das Erlebnis, dann wird das Erlebnis zur Ge bärde. Machen wir uns das an einigen Beispielen klar. Nehmen wir zunächst eimnal den Ton als solchen, und zwar, damit wir einen Ausgangspunkt haben, nehmen wir irgendeinen Ton als Grundton.

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Cite: GA 278/1924-02-20/p011 · edition original