6. Die voraussetzunglose Erkenntnistheorie und Fichtes Wissenschaftslehre

GA 3/l06/p011 · original (original)

Nicht die erste Gestalt, in der die Wirklichkeit an das Ich herantritt, ist deren wahre, sondern die letzte, die das Ich aus derselben macht. Jene erste Gestalt ist überhaupt ohne Bedeutung für die objektive Welt und hat eine solche nur als Unterlage für den Erkenntnisprozeß. Also nicht die Gestalt der Welt, welche die Theorie derselben gibt, ist die subjektive, sondern vielmehr jene, welche dem Ich zuerst gegeben ist. Will man nach dem Vorgange Volkelts u. a. diese gegebene Welt die Erfahrung nennen, so muß man sagen: die Wissenschaft ergänzt das infolge der Einrichtung unseres Bewußtseins in subjektiver Form, als Erfahrung, auftretende Weltbild zu dem, was es wesentlich ist.

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