Erziehungs- und Unterrichtsmethoden auf Anthroposophischer Grundlage

GA 304/1921-11-24/p023 ·1921-11-24 · original (original)
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Daß dies eine gewisse Berechtigung hat, das zeigt uns im Waldorfschulunterricht, in der Waldorfschulerziehung die Verwendung der Eurythmie als eines obligatorischen Lehrgegenstandes. Diese Eurythmie ist eine Bewegungskunst, aber sie hat durchaus auch eine pädagogisch-didaktische Seite. Diese Eurythmie ist nämlich eine wirkliche sichtbare Sprache. Nicht ein bloß Pantomimisches oder irgend etwas Tanzartiges ist diese Eurythmie, sondern diese Eurythmie ist dadurch entstanden, daß, wenn ich mich dieses Goetheschen Ausdruckes bedienen darf, durch sinnlich-übersinnliches Schauen herausgebracht worden ist, welche Bewegungstendenzen im ganzen Menschen sind - ich sage Bewegungstendenzen, nicht wirkliche Bewegungen -, welche Bewegungstendenzen im ganzen Menschen sind, wenn der Mensch in der Lautsprache oder im Gesange sich offenbart. Wirkliche Bewegungen führt der Kehlkopf, führen die anderen Sprachorgane aus.

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