Vierzehnter Vortrag
Nun, das kommt bei folgendem in Betracht. Wenn Sie nun wiederum fragen: Wem entspricht denn das, was ich hier als das zweite Phantom angegeben habe? — so sage ich Ihnen: Dasjenige, was ich Ihnen als das blaue Phantom gezeichnet habe, ist physisches Gerüste im Organismus, das einfach die Neigung hat, zu wuchern (siehe Zeichnung Seite 267). Das Normale hängt mit der Ohrentwickelung zusammen. Erziehen Sie sich nun beim Menschen wiederum in einer solchen Art, daß Sie hinschauen lernen auf seine Ohrorganisation, daß Sie namentlich die ganze Verinnerlichung der Ohrorganisation ins Auge fassen und zu gleicher Zeit die Sehorganisation. Denn bedenken Sie, daß der Sehprozeß im Ätherischen verläuft, der Hörprozeß in der Luft. Das ist ein beträchtlicher Unterschied. Alles dasjenige, was mehr nach unten gelegen ist in der Reihe der Ponderabilien und Imponderabilien, hängt mit dem zusammen, was beim Menschen mehr zentralistisch ins Innere des Organismus verlegt wird. Alles dasjenige, was mehr mit dem Ätherischen zusammenhängt, hängt mit dem zusammen, was mehr nach außen, an die Peripherie des Menschen verlegt ist.
Cite:
GA 312/1920-04-03/p021 · edition original