Zur Psychiatrie

GA 314/1920-03-26/p015 ·1920-03-26 · original (original)
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Das ist etwas, was durchaus im Bereich der Wirklichkeit, nicht bloß der Möglichkeit liegt. Denn es beruht darauf, daß der Mensch A, abgesehen von dem Kräftekomplex, den man als die Ursache seiner psychischen Erkrankung bezeichnet, eine schwache Konstitution hat und diesen Kräftekomplex nicht erträgt. Der andere, B, der den Kräftekomplex auch in sich hat, vielleicht sogar stärker, hat, abgesehen von diesem Kräftekomplex, eine wesentlich stärkere Konstitution als der andere; dem schadet es nicht. Der B verträgt es, der A nicht. Der A hätte die Krankheit aber auch gar nicht bekommen, wenn er nicht durch den Einfluß des Menschen B, der neben ihm lebt, und der in diesem Falle außerordentlich beträchtlich sein kann, weil der B robuster ist als der A, wenn er nicht durch den Menschen B fortwährend psychisch beeinflußt wäre.

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