Dritter Vortrag

GA 317/1924-06-27/p026 ·1924-06-27 · original (original)
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Die hauptsächlichsten Störungen, wodurch können sie auftreten? Natürlich ist alles im Karma bedingt; man muß von zwei Seiten sprechen, von der Beschaffenheit, mit der der Mensch auftritt, und von seiner karmischen Bedingtheit. Nun denken Sie sich einmal, der Embryo lagert so im Organismus, daß er hier zusammengedrückt wird, daß das Gehirn zu schmal gebildet wird für die ganze übrige Organisation. Jetzt haben Sie dies zu beachten: während der kindlichen Entwickelung durch das zu schmal entwickelte Gehirn haben Sie jene Strahlungen von dem Gehirn, die gerade wichtig sind vom siebenten bis zum vierzehnten Lebensjahre, dadurch gestört und gestaut, weil von dem, was hier sich staut, ein Abbild eintritt in der Milzfunktion. Was ist die Folge? Die Folge dieses Stauens ist, daß das Kind keine innerliche Sympathie entwickelt für irgend etwas, was ein moralisches Urteil ist; es fehlt ihm die Sympathie dafür. Wie für einen Farbenblinden die Farben nicht da sind, so sind für gewisse Kinder die moralischen Impulse, die in unserem Sprechen, in unseren Ermahnungen liegen, nicht da. Das Kind wird dadurch moralblind. Und wir haben dann die Aufgabe, diese Moralblindheit zu beheben. — Wir werden also an äußeren Deformationen, wenn wir sorgfältig vorgehen, immer ein wunderbares Symptom haben können. Und man wird immer gar vieles finden, was gegen diese scharlatanhafte Betätigung aller Phrenologie eingewendet wird, aber zur Beurteilung von moralischen Defekten sollte eigentlich von jedem eine echte Phrenologie schon studiert werden. Denn es ist schon interessant, zu sehen, daß moralische Defekte, die mit dem Karma zusammenhängen, daß diese so starke Kräfte sind, wo karmische Immoralität ist, daß sie unweigerlich in Deformationen des physischen Organismus auftreten.

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