Siebzehnter Vortrag

GA 346/1924-09-21/p017 ·1924-09-21 · original (original)
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Und da kommen wir an den Punkt, wo es so notwendig ist, gerade bei priesterlichem Wirken, die Dinge klar und richtig zutreffend zu sehen. Die Menschen fühlen, daß das heutige Zeitalter die Seele ganz verintellektualisiert, deshalb bilden sich diese Reaktionen: sie möchten auch Gemüt und Gefühl haben, sie ersehnen es auf allen Gebieten. Sehen Sie nur, wie die religiösen Bekenntnisse aufmucken gegenüber dem allgemeinen Intellektualismus. Sie wollen nicht mehr in intellektuellen Formen die Heilswahrheiten gepredigt haben, sie wollen sie aus dem Gefühl, aus dem Irrationalen heraus gestaltet haben. Es liegt dem gewiß eine berechtigte Sehnsucht zugrunde, aber wenn es nur in diesen Bahnen verläuft, führt es eben doch dazu, mit dem bloßen Fühlenwollen des religiösen Inhaltes das Religiöse überhaupt zu verlieren.

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