Drittes Bild, teilweise Prosa
LUCIFER: Maria, du strebtest, einen Menschen vor meinen Thron zu stellen. Er soll sich kennen lernen. Das kann er nur, wenn er mich erkannt hat. Er ist auch ohne dich auf diesem Wege. Wie kannst du glauben, daß du es sein darfst, der dem Freunde hier etwas erwirken kann. Du nennst Benedictus deinen Lehrer. Er ist mein Feind. Denn einer der stärksten ist er von denen, welche auf Erden mir entreißen, was ich für mich erkämpfen will. Er hat schon mehr für meine Gegner erobert als viele andre. Johannes aber hat sich von ihm entrissen. Er hat sich an mich durch sein Wort geschlossen. Zwar kann er mich in meiner Wahrheit so nicht schauen, wie er jetzt schon ist. Seine Erdenschau hindert ihn noch, die Geisteswesen in ihrer vollen Wesenheit zu erkennen. Doch wird er zur Geistesschau in einem Augenblicke kommen, in dem er mir ergeben ist. Und dann wird er mir gehören. Dir aber gebiete ich, hier über Johannes zu schweigen. Nach dem Gesetze, das hier herrscht, werde ich nie deine Worte über Johannes vor mir dulden. Von diesem Menschen spricht Lucifer nicht mit Maria. Ihn würden die Worte brennen, die von ihr über ihn gesagt werden. An diesem Orte sind Worte Taten.