32. Die Abstammung des Menschen
Wollen wir uns das ein bisschen konkreter vor Augen führen, [damit unsere Sinne sich bestimmte, konkrete Vorstellungen dabei bilden können]. Sie alle wissen, dass, als die europäischen Einwanderer zuerst hinübergezogen sind nach dem amerikanischen Kontinent, sie [dort] ein [sogenanntes] Urvolk, [ein Volk, von dem] man [in naturhistorischem Denken] glaubt, dass es frühere Stufen der gegenwärtigen Völker darstellt [angetroffen haben]. Jene waren gewiss dazumal [von europäischem Gesichtspunkt aus] auf einer niedrigen Kulturstufe, aber wenn man einen solch absoluten Gesichtspunkt anlegt, kann man doch [in seinem Urteil sehr daneben] gehen. Wir wollen, um das anzusehen, uns einmal [eine Szene] vor Augen stellen. [Die Europäischen haben nicht immer so schön gewirtschaftet. Sie haben] nicht immer die schönsten Mittel gewählt, um den freien Mann auszurotten. Einer der letzten Häuptlinge [der freien Leute], die aus den Gegenden waren, [aus] denen in Nordamerika [die Indianer] vertrieben worden sind, [einer der Letzten] stand gegenüber einem europäischen Eroberer, einem Anführer einer europäischen Kultur. Weggenommen waren den Einwohnern Amerikas ihre Ländereien, auch dem Stamme, dem jener Indianerhäuptling angehörte. [Die Szene hat sich vor gar nicht langer Zeit abgespielt.] Man hatte den Leuten, [dem Häuptling] versprochen Land für das, was man ihnen wegnimmt, und man hatte es nicht gehalten.
Cite:
GA 68b/1907-10-31/p013 · edition original