32. Die Abstammung des Menschen
Nun können wir des Menschen Ursprung und Abstammung nur einsehen, wenn wir die Verhältnisse dieser Glieder der menschlichen Wesenheiten beim gegenwärtigen Menschen einmal ins Auge fassen. Da müssen wir unterscheiden den Menschen in zwei wesensverschiedenen Zuständen, in denen er uns entgegentritt, im Wachen und im Schlaf. Das sind zwei grundverschiedene Zustände. Es war eine merkwürdige Tatsache, als Du Bois-Reymond, [der Naturforscher], sagte [und es ist schon im ersten dieser Vorträge darauf aufmerksam gemacht worden] auf der Leipziger Naturforscherversammlung: «Wenn man alles das, was in des Menschen physischen Leib vorgeht, alle diese /unleserlich] [komplizierten Bewegungen und] Vorgänge untersuchen würde, man könnte ja das [dabei] erforschen, wie sich Wasserstoff und Sauerstoff und Kohlenstoff und Stickstoff [so bewegen wie sie ... und ... werden, das könnte man alles] untersuchen, aber niemals würde man aus diesen Bewegungen erklären können die einfachste Bewusstseinstatsache «Ich empfinde Rot», «Ich rieche Rosenduft». [Und ebenso kann er auch bei einem, der mit wunderbaren Instrumenten alle Bewegungen sehen würde. Was würde er sehen?] Bewegung würde er sehen, aber nicht [die Seelenvorgänge] [«Ich sehe Rot und empfinde Rosenduft»].
Cite:
GA 68b/1907-10-31/p024 · edition original