32. Die Abstammung des Menschen
So viel Welten sind tatsächlich in Unendlichkeit vorhanden, als ein Wesen Organe hat, sie wahrzunehmen. [Wir werden in späteren Vorträgen sehen, dass] der Mensch, wie er einstmals in Urzeit die Anlage hatte zu den Augen, die damals noch nicht sehen konnten, aber sehend wurden im Laufe der Entwicklung, dass alle Menschen die Anlage zu dem haben, was man in der Geisteswissenschaft mit Goethe nennt, «die geistigen Ohren, die geistigen Augen». Geistige Augen und Ohren sind in Anlage im Menschen vorhanden und können entwickelt werden. Das ist Absicht der Geisteswissenschaft, dass diese den Menschen die Methoden gibt, in den Zustand kommen zu können, der sich verhält wie der Blindgeborene, [den man] operieren [kann], [zu der Welt der Farben und des Lichtes, und] über eine solche Welt darf [natürlich] der nichts entscheiden, der nichts von ihr weiß, [sondern] einzig und allein das kann eine gesunde Erkenntnistheorie sein, die sagt, das ist da, was wahrgenommen werden kann. Und es sind dies nicht nur Menschen der Zukunft, die wahrnehmen können diese höheren Welten, die um uns herum sind, sondern diese Methoden können angewendet werden auf Menschen der Gegenwart.
Cite:
GA 68b/1907-10-31/p031 · edition original