34. Erdenanfang und Erdenende
Für jedes Lebewesen, insbesondere für den Menschen, kennt die Geisteswissenschaft noch ein zweites Glied der Gesamtwesenheit: Das ist der Äther- oder Lebensleib. Wenn der physische Leib nur den physischen und chemischen Gesetzen überlassen wäre, würde er in sich zerfallen. In sich selbst ist der physische Leib physisch und chemisch eine unmögliche Mischung. Möglich wird sie nur dadurch, dass der physische Leib in jedem Moment durchsetzt ist wie ein von Wasser getränkter Schwamm vom Ätherleib, einem Kraftleib, der in jedem Moment Kämpfer ist gegen den Zerfall des physischen Leibes. Der Tod ist der Moment, wo der Ätherleib den physischen Leib verlässt. Da folgt der physische Leib den physischen und chemischen Gesetzen —- er wird Leichnam und zerfällt in seine Bestandteile.
Cite:
GA 68b/1907-12-16/p031 · edition original