34. Erdenanfang und Erdenende
Der eigentliche Mensch — das Ich — lebt während des Nachtzustandes, wenn auch unbewusst, in einem geistigen Dasein und arbeitet an seinem physischen Körper. Wenn wir dies Bild zurückverfolgen im Laufe der Erdentwicklung, dann ändert es sich fortwährend. Das heutige Verhältnis zwischen Tagwachen und dem Schlafe der Nacht finden wir nicht zu allen Zeiten. Heute haben wir ein Verhältnis zwischen Wachen und Schlafen wie zwei Drittel zu einem Drittel. Gehen wir zurück, so kommen wir zu Zeiten, in denen der Mensch viel mehr schläft — viel längere Zeit außerhalb seines physischen Leibes ist, und in fernen Urzeiten finden wir, dass der Mensch den größten Teil der Zeit verschläft, dass er nur ganz kurze Zeit im physischen Leibe ist. Dafür ist aber die Tätigkeit, die der astralische Leib am physischen Leib verrichten kann, eine immer mächtigere und mächtigere. Gleichzeitig sehen wir, dass der physische Leib immer einfacher wird und der Geist des Menschen immer mehr in Anspruch genommen wird. — Würden wir noch weiter zurückgehen, so würden wir finden, dass der Mensch noch keinen physischen und noch keinen Ätherleib hat, sondern dass er ein rein astralisches Wesen ist.
Cite:
GA 68b/1907-12-16/p043 · edition original