34. Erdenanfang und Erdenende

GA 68b/1907-12-16/p065 ·1907-12-16 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Das Auge ist gebildet vom Geist. Es nimmt jetzt wahr die materielle Welt. Das Auge [als Organ] wird wieder vergehen; aber was das Auge gesehen hat, das nimmt der menschliche Geist als Frucht mit sich, das verleibt er sich ein. Ebenso werden die Ohren als Organe vergehen; aber was der Mensch mit ihnen gehört hat, das nimmt sein Geist als Frucht mit. Nicht umsonst hat der Mensch sich Organe gebildet; wenn alles Materielle aufhört, wird er dastehen als geistiges Wesen, reifer, innerlicher, vollendeter. [Einstmals wird alles Physische vollendet werden; die Erde wird zerbröckeln in einzelne Teile.] Dass die Erde einmal sich auflösen wird, das lehrt auch die Physik. Was aber bleibt [für den Materialisten] von [dem Leichenfeld] der Erde? Wenn wir es im materialistischen Sinne betrachten, bleibt nur das öde Nichts. Im Sinne der Geisteswissenschaft aber wissen wir: Alles, was durch diese sinnlichen Organe gesehen, gehört, empfunden wurde, das wird bleiben als Inhalt des Geistesmenschen, und mit diesem Inhalt wird der Mensch [in anderen Welten, noch ungekannten] zu einem neuen kosmischen Dasein aufsteigen.

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