8. Das Geheimnis des Todes und das Rätsel des Lebens
Wollen wir im Sinne der theosophischen Weltanschauung die Quellen des Lebens erforschen, so müssen wir uns erinnern an den Aufbau des Menschen. Was die Sinne sehen am Menschen, ist nur ein Teil der menschlichen Wesenheit, den er gemeinschaftlich hat mit den sogenannten mineralischen Wesen. Dann zeigt uns die Geisteswissenschaft, wie der physische Organismus lebendig erhalten wird durch ein zweites Prinzip der menschlichen Wesenheit, den Äther- oder Lebensleib, der ein fortgesetzter Kämpfer ist gegen den Zerfall des physischen Leibes. Wir haben ferner an der Hand der Theosophie gesehen, wie alles, was an Lust und Leid, Freude und Schmerz, Trieben, Begierden und Leidenschaften, an Idealen in der Seele lebt, zu einem Träger ein drittes Glied der menschlichen Wesenheit hat - den Astralleib. Während er den physischen Leib gemeinsam hat mit allen mineralischen Wesen, hat er den Ätherleib gemeinsam mit allen lebendigen Wesen, aber den Astralleib nur mit den Tieren. Die Summe von Kräften, das, was der Mensch im Mittelpunkt seiner Wesenheit hat, vermag er zusammenzufassen mit den Worten «Ich bin». Das «Ich bin» eignet nur dem Menschen unter allen lebenden Wesen um ihn her.
Cite:
GA 68b/1908-02-01/p005 · edition original