49. Die praktische Ausbildung des Denkens

GA 68b/1909-02-13/p042 ·1909-02-13 · original (original)
Record: listeners' notes. Written from listeners' notes, summaries, or memory rather than a shorthand transcript. The wording is the note-taker's as much as Steiner's: weigh a single striking phrase here far more cautiously than the same phrase in a stenographic volume, and do not rest an argument on one word. Evidence: «Da keine professionellen Stenogramme vorliegen, handelt es sich oftmals um notizenhaft festgehaltene Zusammenfassungen oder Berichte.» (Since no professional shorthand transcripts exist, these are often summaries or reports kept in the form of notes.). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68b). The translation is the maintainer's, not a published one.

Hier kann man auch die Gründe finden, warum es unrecht ist, dass immer und immer wieder betont wird von unseren Schulen: Ach, was werden dafür Dinge gelehrt, die man nicht anwenden kann im praktischen Leben! — Wenn sie nur ordentlich gelehrt werden, dann sind sie von ungeheurer Bedeutung, diese Dinge, die man nicht unmittelbar anwenden kann. Die bilden gerade den Menschen um, die Dinge, die man nicht anwenden kann im Leben. Was ausfließt ins Leben, fließt weniger ein in den Menschen selber; was nicht ausfließt ins Leben, bildet die feinen Organe. Das bringt den Menschen weiter. Dadurch wird er selbstständiger, dadurch wird er so durchkraftet von der Gärung der Gedanken, dass sie bis in die Glieder gehen. Man kann es sehen, dass der Mensch ein solch innerliches, ihn befriedigendes, nicht unmittelbar auf die Außenwelt gehendes Denken entfaltet; er wird beweglicher, geschickter in seinen Gliedern.

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