10. Das Wesen des Menschen

GA 68d/1907-07-02/p012 ·1907-07-02 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Nicht hervorgegangen sind die Tatsachen des ewigen Lebens aus einer kindlichen Phantasie, nicht aus einer veralteten Entwicklungsstufe der Menschheit, sondern die Theosophie enthält die tiefste Geistesweisheit, die in der Form des Wissens den Menschen das überliefert, was aus der Religion [heraus in der Form des Gefühls dem Menschen] diese Fragen beantwortet. Daher dürfen wir uns nicht vorstellen, die Theosophie sei eine neue Religion; das ist sie nicht. Sie tritt auch nicht entgegen den Religionen, sondern sie macht sie klarer, sie erklärt die Wahrheiten der Religion selbst, sodass sie den strengsten Anforderungen der Wissenschaft standhalten können. Sie ist das Instrument, um die Wahrheiten der Religion an die Oberfläche zu bringen. Nicht eine neue Religion will sie stiften, sondern die alten klarmachen. Dasselbe wissenschaftliche Denken, genau die gleiche Methode wie in der Wissenschaft herrscht in der Theosophie.

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