21. Das Gesundheitsfieber im Lichte der Geisteswissenschaft

GA 68d/1908-02-27/p008 ·1908-02-27 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Auf diese Entwicklung ist der Mensch durchaus angelegt bis in seinen physischen Leib hinein. Nicht irgendeine Erscheinung bedeutet in allen Naturreichen dasselbe, wie die materialistische Denkweise meint. So verhält es sich zum Beispiel mit der Knochenerweichung, der Rachitis. Der Mensch befindet sich mit allen seinen Teilen und Gliedern in einer fortschreitenden Entwicklung. Der Leib hat sich aus ganz anderen, früheren Formen zu seiner jetzigen Gestalt entwickelt. Das Ich und der Astralleib werden weiterhin den menschlichen Organismus umbilden. In seinem Knochensystem muss der Mensch immer noch die Möglichkeit der Erweichung erhalten, damit er sich auch da weiterentwickeln kann. Im Menschen sind einerseits Erweichungs-, andererseits Verhärtungstendenzen vorhanden, damit er nicht in einem stationären Zustande bleiben muss. Der innere Mensch, sein Ich und der von diesem richtig gelenkte astralische Leib müssen derartige Umbildungen dirigieren. Rachitis ist eine verfrühte Umbildung der Knochen, weil sie vom Ich nicht richtig geleitet wird.

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