26. Das Geheimnis der Menschlichen Temperamente

GA 68d/1908-12-15/p027 ·1908-12-15 · original (original)
Record: mixed sources. This volume draws on more than one kind of record (transcripts, notes, documents). Check the volume's own front matter before weighing a single passage. Evidence: «Vorträge aus den Jahren 1905 bis 1909 in Form von ausführlichen Mitschriften, Zuhörernotizen und Zeitungsreferaten» (Lectures from the years 1905 to 1909 in the form of detailed transcripts, listeners' notes and newspaper reports). The publisher's description of the volume, as mirrored on AnthroWiki (GA 68d). The translation is the maintainer's, not a published one.

Das ist dasjenige, was das Grüblerische des Melancholikers begründet. Der schleppt sich hinter seinen Gedankenmassen, hinter seinen Gefühlsmassen, die immer wieder eintreten, einher, weil der physische Leib den vorwiegenden Einfluss auf den Ätherleib hat. Und überall da, wo überhaupt der physische Leib einen vorwiegenden, das heißt, zu großen Einfluss auf den Menschen hat, wo sich dessen Leben so erweist, dass er nicht voll beherrscht werden kann von den höheren Gliedern, da zeigen sich recht die Folgeerscheinungen, auch dann, wenn sie krankhaft werden. Es ist nur die Folge davon, dass die höheren Glieder der menschlichen Natur nicht ihre volle Herrschaft üben können über den physischen Leib, wenn zum Beispiel epileptische Anfälle, wenn nervöse Kopfschmerzen auftreten. Sobald der melancholische Charakter hinüberneigt ins Pathologische, können solche Dinge auftreten.

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